Welche Kapselarten und Kapselgrößen gibt es?

Inhalt

Allgemein: Was sind Kapseln?
Klassifizierung der Kapselarten
Besondere Kapselarten
Welche Kapselgrößen gibt es?
Befüllung von Kapseln birgt Gefahren
Fazit: Welche Kapselarten und Kapselgrößen gibt es?

Nahrungsergänzungsmittel kennst Du bereits. Bei uns erhältst Du Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform oder auch in Kapselform. Es gibt verschiedene Arten von Kapseln und auch in der Größe gibt es Unterschiede – doch welche Kapselarten und Kapselgrößen gibt es? Das nehmen wir genauer unter die Lupe für Dich.

 


 

 


 

kapselarten in der nahrungsergänzung

Allgemein: Was sind Kapseln?

Definitionstechnisch ist eine Kapsel eine Form der Arznei, die mit einer festgelegten Dosis eines Stoffes bereichert ist. Überwiegend werden Kapseln oral eingenommen – es gibt aber tatsächlich auch Kapseln, die vaginal oder rektal angewandt werden. Hier im Beitrag beschränken wir uns auf Kapseln, die über den Mund eingenommen werden. Während es zur damaligen Zeit Kapselarten aus Stärke und Leim gab, finden in der heutigen Medizin und der Nahrungsergänzung Kapseln aus Gelatine, Cellulose und Carrageen Verwendung. Wir zeigen Dir die verschiedenen Kapselarten:

Klassifizierung der Kapselarten

  • Hartkapseln
    Hartkapseln werden überwiegend aus Gelatine und Hydroxypropylmethylcellulose hergestellt. Im Vergleich gegenüber Weichkapseln werden hier keine Weichmacher verwendet. Für die Erhaltung, Festigkeit und Elastizität von Hartkapseln ist die fachkorrekte Lagerung sehr wichtig – nicht zu trocken, aber auch nicht zu feucht. Im Fachjargon bedeutet das eine Restfeuchte von 12-14%.

    Hartkapseln dienen vorrangig für die Verkapselung von festen Inhalten – Pulver, Granulate, Mikrokapseln und Pellets.

 

  • Weichkapseln
    Eine weitere Kapselart bilden Weichkapseln, die es in zahlreichen unterschiedlichen Formen gibt – hauptsächlich werden Weichkapseln nach dem Rotary Die Prozess hergestellt. Weitere Verfahren sind das Accogel-, Globex- und Norton-Verfahren. Im Vergleich zu den Hartkapseln haben Weichkapseln eine dickere, weichere und vor allem eine Hülle, die insgesamt eine höhere Elastizität hat und genau das entsteht durch die Bereicherung von Weichmachern wie z.B. Sorbitol und Glycerol.

    Weichkapseln werden vorwiegend für die Aufnahme flüssiger und weniger fester Substanzen verwendet.

 

  • Mikrokapseln
    Flüssigkeitstropfen und feste Partikel bilden Mikrokapseln, die überwiegend mit einem Gelatinemantel oder etwaigen anderen Substanzen überzogen sind – z.B. Stärke, arabisches Gummi, Polymere und Cellulose.

    Substanzen, die mikroverkapselt sind, haben hervorragende Vorteile. Flüssigkeiten können nämlich problemlos in Pulver (Feststoffzubereitung) verarbeitet werden – das wiederum hat den Vorteil, dass weniger angenehme Geschmäcker und Düfte verdeckt werden können. Außerdem werden Stoffe, die rasch entweichen, fixiert und obendrauf bietet das Hüllmaterial von Mikrokapseln Schutz vor äußeren Einflüssen wie Luft, Feuchtigkeit und Licht.

 

Besondere Kapselarten

  • Magensaftresistente Kapseln
    Eine Besonderheit stellen magensaftresistente Kapseln dar – die sind nämlich im Magen beständig und das ist ziemlich wichtig für zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel wie z.B. Flohsamenschalen und Produkte mit Bakterienkulturen.

    Flohsamenschalen zum Beispiel dienen dazu, den Darm zu reinigen und von angehäuften Resten im Darmtrakt zu befreien – hierfür wird der Wirkstoff vom Magen in den Darm manövriert um genau da zu wirken. Wenn die Kapselhülle allerdings nicht magenresistent ist, dann wird der Wirkstoff bereits im Magen freigesetzt, weil die saure Magensäure das Kapseläußere zerstören würde. Genau so ähnlich ist das mit Bakterienkulturen und weiteren Nahrungsergänzungsmitteln.

    Sowohl Hartkapseln und auch Weichkapseln können magensaftresistent hergestellt werden. Die Kapselüberzüge, die Kapseln magensaftresistent machen, sind Polymethacrylaten, Vinylacetat-Vinylpyrrolidon-Copolymeren, Polyvinylacetatphthalaten oder PEG-Polyvinylalkohol-Copolymeren. [1]

 

  • Stärkekapseln
    Stärkekapseln werden aus Weizenmehl und Weizenstärke hergestellt und sind in zwei verschiedenen Formen erhältlich. Die erste Form bildet eine Art Schüssel und Deckel und die zweite Form bildet sich aus zwei gleich großen Kapselhälften, die nach der Befüllung am Rand geklebt werden.

    Die Einnahme von Stärkekapseln ist nicht angenehm – zur simpleren Einnahme wird die Kapsel kurz in Wasser getaucht, wodurch sie „schlüpfriger“ wird und besser eingenommen werden kann.

    Stärkekapseln dienen ausschließlich zur Aufnahme von trockenem Pulver, weil die Kapselart an sich extrem empfindlich gegenüber Feuchtigkeit ist und ein hohes Maß an Zerfalleigenschaften besitzt.

    Aufgrund der zahlreichen Nachteile sind Stärkekapseln eine Kapselart, die kaum noch Anwendung findet.

 

  • Pullulan Kapseln
    Pullulan wird durch natürliche Fermentation aus Pflanzenextrakten hergestellt und bildet ein natürliches, wasserlösliches, lineares Polysaccharid, das aus Maltotriose-Einheiten besteht – also aus pflanzlicher Stärke hergestellt ist. Hauptsächlich industriell wird Pullulan für die Herstellung von essbaren Filmen und Coatings verwendet.

    Eine Pullulan Kapsel verfügt über sehr gute Luftbarriereeigenschaften und ist für die Verkapselung von Nahrungsergänzungsmitteln hervorragend geeignet.


  • HPMC Kapseln
    HPMC Kapseln (Hypromellose) haben die Besonderheit frei von Allergenen, Gluten und Konservierungsstoffen zu sein. Dank ihres geringen Feuchtigkeitsgehalt ist die Kapsel wunderbar geeignent, um mit feuchtigkeitsempfindlichen Inhalten befüllt zu werden – zum Beispiel Aminosäure.
 

 


 

kapselgrößen

Welche Kapselgrößen gibt es?

Insgesamt gibt es acht unterschiedliche Kapselgrößen – von ganz klein bis groß gibt es die Größen 5, 4, 3, 2, 1, 0, 00, 000. Am gängigsten sind die Größen 0-3 – am häufigsten wird die Größe 1 verwendet. [2] Hier siehst Du, was in die Größen 4-000 hineinpasst:

 

 


 

Befüllung von Kapseln birgt Gefahren

Für die Befüllung von Kapseln gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Werden die Kapselarten beispielsweise durch vollautomatisierte Produktionsmaschinen befüllt, entsteht Magnesiumstearat – auch Magnesiumsalze aus Speisefettsäuren genannt. Möchtest Du wissen, was Magnesiumstearat für Gefahren mit sich bringt? Dann lies mal hier nach.

Eine Methode, bei der Du selbst genauestens weißt, was in Deiner Kapsel ist, ist das Selbstverkapseln. Hierfür benötigst Du eine eigene Kapselfüllmaschine, Leerkapseln und Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform. Möchtest Du noch mehr Vorteile einer eigenen Kapselfüllmaschine wissen? Hierfür haben wir nämlich etwas für Dich vorbereitet: 5 unglaubliche Vorteile einer eigenen Kapselfüllmaschine.

 


 

Fazit: Welche Kapselarten und Kapselgrößen gibt es?

Nach diesem Beitrag weißt Du welche verschiedenen Kapselarten und Kapselgrößen es gibt und worauf es bei der Befüllung der Kapseln ankommt. Wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest empfehlen wir Dir die Selbstverkapselung – so weißt Du genau, dass keine Füllstoffe verwendet werden. Hast Du Fragen zu diesem Thema? Schreib in die Kommentare oder kontaktiere uns!

 


 

Quellen

[1] Wolf-Dieter Müller-Jahncke, Christoph Friedrich, Ulrich Meyer: Arzneimittelgeschichte. 2., überarb. und erw. Aufl. Wiss. Verl.-Ges, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-8047-2113-5, S. 32 f.
[2] wikipedia.de

Bildnachweise Originalablichtungen in chronologischer Reihenfolge

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3. © Julia Glaubitz / Information aus Wikipedia

Über den Autor Julia G.:
Julia G. von Sports & Health
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