GABA Einnahme gegen Angst und besseren Schlaf? (Teil I)

Inhalt

 

GABA ist wunderbar und stellt einen der wichtigsten Neurotransmitter unseres Gehirns dar. Genau aus diesem Grund schätzen zahlreiche Personen die GABA Einnahme über die Supplementierung eines Nahrungsergänzungsmittel mit den einhergehenden Vorteilen daraus. Hilft die GABA Einnahme gegen Angst und besseren Schlaf? Wir haben uns diese Thematik wissenschaftlich genauer angesehen und möchten Dich auf den Pfad des Lichtes bringen.

 


 

Was ist GABA genau?

Die Gamma-Aminobuttersäure (kurz: GABA) beschreibt ein biogenes Amin, was aus Glutamat durch die CO2-Abspaltung entsteht. GABA stellt eine der zwei wichtigsten hemmenden Neurotransmitter im zentralen Nervensystem dar und wird von unserem Gehirn sowie der Bauchspeicheldrüse gebildet. Ein Drittel aller Hirnsynapsen enthalten GABA. Darüber hinaus ist GABA eine nicht-proteinogene Aminosäure – dies bedeutet, dass die Aminobuttersäure keine Anwendung in der Synthese von Proteinen findet. Wird die Konzentration an GABA in unserem Gehirn erhöht, so kann es sein, dass sich eine Beruhigung und Entspannung einstellt. Hierauf gehen wir weiter unten noch ein.

GABA wurde bereits 1883 synthetisiert und auf diesem Weg als Stoffwechselprodukt von Pflanzen und Mikroorganismen bekannt. Die Funktion von GABA als Neurotransmitter wurde erst später bekannt, um etwa 1950. Zahlreiche Studien kommen mittlerweile zu dem Ergebnis, dass GABA zahlreiche Aspekte der Gesundheit beeinflussen kann. Vor allem bei der Regulierung der neuroelektrischen Aktivität. [1] Wissenschaftler und Forscher haben darüber hinaus feststellen können, dass körpereigenes GABA nicht nur im Gehirn auftritt, sondern auch im Gastrointestinaltrakt (der größte Teil des Magen-Darm-Trakts). [2]

 


 

Wie funktioniert GABA?

GABA arbeitet durch die Bindung von drei verschiedenen Rezeptoren – diese sind:

  • GABAA-Rezeptor: ionotroper (ligandengesteuerter) Cl—Kanal -> inhibitorische Wirkung; Erhöhung der Permeabilität für Chloridionen; motorische Kontrolle des Kleinhirns
  • GABAB-Rezeptor: metabotroper (G-Protein-gekoppelter) Rezeptor, der K+-Strom erhöht und Ca2+-Strom verringert -> eine Hyperpolarisation, Rezeptoren finden sich v.a. präsynaptisch, hier erfolgt eine Hemmung der Transmitter-Freisetzung
  • GABAC-Rezeptor: ionotroper (ligandengesteuerter) Rezeptor / analog zu GABAA

 


 

Kann die GABA Einnahme gegen Angst helfen?

GABA reglementiert die Erregbarkeit unserer Synapsen im Gehirn; genauer: Der Neutransmitter setzt die Erregbarkeit der Synapsen herunter, denn eine erhöhte Erregung dieser Synapsen im Gehirn manifestiert sich durch Angst, Angespanntheit und allgemeiner innerer Unruhe. Ist dies ein dauerhafter Zustand, können sich diese ernergieraubenden Emotionen langanhaltend auf die Psyche auswirken. Um dem Ganzen einen abrundenden Namen zu geben: aus diesen dauerhaften Zuständen heraus können Angststörungen entstehen. Hier kommt die GABA Einnahme ins Spiel, denn schon lange gilt die Aminobuttersäure als natürliches Mittel gegen diese negativ beladenen Zustände, was verbessernde Zustände hervorrufen könnte, das haben bereits mehrere Studien untersucht. [3],[4],[5],[6],[7]

 


 

GABA Einnahme und Schlaf

Mit dem Thema Insomnie (Schlaflosigkeit) haben wir uns bereits einschlägig hier beschäftigt. Durch die zuvor erwähnte angenommene beruhigende Wirkung steht GABA im wunderbaren Verdacht den gesunden Schlaf fördern zu können und das auf natürliche Weise. 2015 wurde zu dem Zusammenhang GABA Einnahme und ein besserer Schlaf eine Studie gestartet – hier stellt sich heraus, dass die Supplementierung von GABA den Probanden verhalf schneller einzuschlafen.[8],[9] Eine weitere sehr interessante Studie stellt fest, dass der Spiegel an GABA im Gehirn bei Personen, die an Insomnie leiden, verringert war und zwar um bis zu 30 Prozent.[10]

 


 

Wo kommt GABA natürlich vor?

Nahrungsmittel enthalten nur geringe Gehalte an GABA und in diesen ist GABA natürlich enthalten:

  • Bananen
  • Brokkoli
  • Linsen
  • Nüssen
  • Spinat
  • Vollkornprodukte

 


 

Fazit: GABA Einnahme – welchen Einfluss hat GABA auf uns

Nach diesem Beitrag weißt Du, dass GABA einen essentiellen Teil unseres Gehirns einnimmt und eine wichtige Rolle gegen Angst spielt. Darüber hinaus ist Dir bewusst geworden, wie GABA mit einem gesunden Schlaf zusammenhängt. Hast Du noch weitere Fragen oder sogar Erfahrungen mit GABA machen können? Lass uns gerne an Deinen Erfahrungen teilhaben und kommentiere unter diesen Beitrag – wir sind schon ganz neugierig!

 


 

Quellen

[1] Effect of Acute Psychological Stress on Prefrontal GABA Concentration Determined by Proton Magnetic Resonance Spectroscopy
[2] Hyland, Niall P., and John F. Cryan. A gut feeling about GABA: focus on GABAB receptors. Frontiers in pharmacology Vol.1; (2010): 124.
[3] Pollack, Mark H., et al. High-field MRS study of GABA, glutamate and glutamine in social anxiety disorder: response to treatment with levetiracetam. Progress in Neuro-Psychopharmacology and Biological Psychiatry Vol. 32(3); (2008): 739-743.
[4] Nemeroff, Charles B. The role of GABA in the pathophysiology and treatment of anxiety disorders. Psychopharmacology bulletin Vol.37 (4); (2003): 133-146.
[5] Goddard, Andrew W., et al. Impaired GABA neuronal response to acute benzodiazepine administration in panic disorder. American Journal of Psychiatry Vol.161(12); (2004): 2186-2193.
[6] Goddard, Andrew W., et al. Reductions in occipital cortex GABA levels in panic disorder detected with 1h-magnetic resonance spectroscopy. Archives of general psychiatry Vol.58 (6); (2001): 556-561.
[7] Long, Zaiyang, et al. Decreased GABA levels in anterior cingulate cortex/medial prefrontal cortex in panic disorder. Progress in Neuro-Psychopharmacology and Biological Psychiatry Vol. 44; (2013): 131-135.
[8] Roth, Thomas. Insomnia: definition, prevalence, etiology, and consequences. Journal of clinical sleep medicine JCSM Vol. 3(5); (2007): p7.
[9] Gottesmann, Claude. GABA mechanisms and sleep. Neuroscience Vol. 111(2); (2002): 231-239.
[10] Winkelman, John W., et al. Reduced brain GABA in primary insomnia: preliminary data from 4T proton magnetic resonance spectroscopy (1H-MRS). Sleep Vol. 31(11); (2008): 1499-1506.

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Über den Autor Julia G.:
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